Software kann man nicht stehlen…

  • Veröffentlicht am 3. September 2010 um 6:00 Uhr

…Ideen sind frei. So heißt es zumindest im Song „Copyright Slavery“ von der Düsseldorfer Gruppe „Der Plan“. Und wünschenswert wäre auch, dass dies als allgemein akzepiertes Faktum der Fall wäre. Doch leider hat ein Teil der Geschichte einen anderen Lauf genommen und – fast schon noch trauriger – ist als Ideologie in das allgemeine Gedankengut eingeflossen.

Anfänge der geschützten Software

© Knipseline/pixelio.de

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Angefangen hat alles an den Universitäten. Auch das Ende hat dort seinen Anfang genommen, und zwar das Ende der Freiheit der Software. Das vorläufige zumindest. Denn endgültig vorbei war es nie. Und nachdem die freie Software lange Zeit ein Dasein im Untergrund gefristet hat, erlebt sie jetzt eine Renaissance – vor allem durch Linux. Ursprünglich war es ja am ehesten so, dass Software an den Forschungsinstitutionen geschrieben wurde, und daran hatte natürlich niemand finanzielle Interessen. Sollte man annehmen, doch Bill Gates hat gezeigt, dass dies auch anders geht. Denn er übersetzte die gemeinschaftlich an Universitätscomputern entwickelteProgrammierspache BASIC kurzerhand für den ersten Heimcomputer Altair 8800 – und vermarktete diese kommerziell. Klar, dass sich die Computerfreaks sich dies nicht bieten lassen wollten und empört auf Gates’ offenen Brief reagierten, indem gefordert wurde, für professionelle Software auch zu bezahlen. Denn nun sollten sie für die gleiche Software bezahlen, die vorher ganz selbstverständlich allen zur Verfügung stand. Doch dies sollte nicht der Letzte Schritt von Gates sein, der in diese Richtung ging. Gates, der als Programmierer angefangen hatte, wurde also nicht dadurch reich, dass er selber ein solches Hacker-Ass gewesen wäre, sondern vielmehr durch seinen Geschäftssinn und die Dreistigkeit, die dazu gehört, die Früchte von anderer Leute Anstrengungen patentieren zu lassen.

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